Großeinsatz gegen Menschenhandel: Durchsuchungen auch in Rheine

Foto: Bundespolizei, Einsatzmaßnahmen der Bundespolizei in Brühl
Foto: Bundespolizei, Einsatzmaßnahmen der Bundespolizei in Brühl

Rheine / Nordrhein-Westfalen / Niedersachsen.


Im Rahmen eines groß angelegten Einsatzes gegen Menschenhandel und gewerbsmäßiges Einschleusen von Ausländern haben Ermittlungsbehörden am Mittwoch (19. Februar 2026) zahlreiche Wohn- und Geschäftsräume in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen durchsucht. Auch Rheine war von den Maßnahmen betroffen.

Seit den frühen Morgenstunden waren rund 600 Einsatzkräfte der Bundespolizei und der Staatsanwaltschaft Bochum im Einsatz. Insgesamt wurden 16 Objekte durchsucht. Die Ermittlungen richten sich gegen eine 59-jährige Hauptbeschuldigte sowie zehn weitere Beschuldigte, die im Verdacht stehen, als organisierte Bande gehandelt zu haben.

 

Nach bisherigen Erkenntnissen sollen chinesische Staatsangehörige gezielt zur Prostitution angeworben und unter Mitwirkung der Beschuldigten nach Deutschland eingeschleust worden sein. Im Zuge der Maßnahmen wurden sechs mutmaßlich Geschädigte festgestellt, die in Massagesalons und Stundenhotels tätig gewesen sein sollen.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bochum ordnete das Amtsgericht Bochum gegen die Hauptbeschuldigte sowie zwei weitere Tatverdächtige Untersuchungshaft an. Die entsprechenden Haftbefehle wurden in Oer-Erkenschwick, Brühl und Recklinghausen vollstreckt.

 

Durchsuchungen fanden unter anderem in Paderborn, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Osnabrück, Bramsche, Hiddenhausen, Bad Bentheim sowie Rheine statt. Ziel der Maßnahmen ist die Sicherung von Beweismitteln. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.

 

Die Staatsanwaltschaft und die Bundespolizei weisen darauf hin, dass bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung gilt.

 

Quelle: Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Bochum und der Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

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