Schlüsselübergabe für ersten Mobilitätshub im Europa-Viertel

Foto: Stadt Rheine
Foto: Stadt Rheine

Ein wichtiger Schritt für die Entwicklung des neuen Europa-Viertels am Waldhügel ist geschafft: Mitte April wurde der erste Mobilitätshub offiziell übergeben. Vertreter der Stadt Rheine, des ausführenden Bau- und Dienstleistungsunternehmens Goldbeck, vertreten durch die Goldbeck-Geschäftsstelle Osnabrück, sowie der Stadtwerke Rheine als künftige Betreiberin kamen zur Schlüsselübergabe zusammen.

Die Mobilitätshubs bilden die Herzstücke des neuen, weitgehend autofreien Quartiers. Insgesamt entstehen drei dieser Quartiersgaragen mit jeweils rund 200 Stellplätzen. Sie bündeln nicht nur den ruhenden Verkehr, sondern bieten darüber hinaus moderne Mobilitätsangebote wie Car-Sharing, E-Lastenrad-Sharing sowie Flächen für Paketstationen. Durch die dezentrale Anordnung am Rand des Quartiers sind die Wege für die Bewohnerinnen und Bewohner kurz: Etwa 150 Meter trennen die Wohnungen von den Mobilitätshubs.

 

Der Bau des ersten Hubs erstreckte sich von Mai 2025 bis Januar 2026. Im Anschluss wurden die Außenanlagen errichtet, nun wird das Parkleitsystem installiert. Damit ist das Gebäude nach dem Kindergarten das nächste vollständig realisierte Element des neuen Quartiers und wird betriebsbereit sein, bevor die ersten Bewohnerinnen und Bewohner einziehen.

 

Bereits jetzt sind circa 30 Prozent der Stellplätze mit einer Wallbox ausgestattet. „Wir haben bereits die Voraussetzungen geschaffen, die es uns ermöglichen, bis zu 90 Prozent der Stellplätze mit Wallboxen zu versehen“, erläutert Baudezernent Mark Dieckmann.

 

Ein zentrales Ziel des Konzepts ist es, den Autoverkehr im Quartier bewusst zu reduzieren. Für eine maximale Flexibilität gibt es keine feste Zuordnung von Parkplätzen. Für Bewohnerinnen und Bewohner ohne eigenes Auto entstehen keine Kosten. Wer einen Stellplatz nutzt, zahlt einen vergleichsweise geringen monatlichen Beitrag. Der Betrieb des Hubs finanziert sich über die Parkeinnahmen. Perspektivisch kann, je nach freier Kapazität, die Nutzung auch für externe Nutzerinnen und Nutzer erfolgen.

 

Auch in ökologischer Hinsicht setzt der Mobilitätshub Maßstäbe: Beim Bau wurden ausschließlich sortenreine, vollständig recycelbare Materialien verwendet. Ein Gründach, eine Photovoltaikanlage sowie Maßnahmen zur Regenwasserrückhaltung im Sinne des Schwammstadt-Prinzips tragen zur Nachhaltigkeit bei. Schallabsorbierende Decken und spezielle Fassaden sorgen zudem für einen verbesserten Lärmschutz.

 

Die Nutzung erfolgt künftig über eine Quartiers-App, die noch entwickelt wird. Für den Bau des Mobilitätshubs hat die Stadt Rheine eine Landesförderung in Höhe von 846.000 Euro erhalten. Die Goldbeck-Geschäftsstelle Osnabrück verantwortete die Planung und Umsetzung.


Foto (Stadt Rheine): Freuen sich über die Fertigstellung des ersten Mobilitätshubs im „EuVie“: Geschäftsstellenleiter Oliver Büscher-Brach (1. v. l.) und Projektleiter David Imwalle (1. v. r.) von der Goldbeck-Geschäftsstelle Osnabrück, Baudezernent der Stadt Rheine Mark Dieckmann (2. v. l.) und Herbert Derks (2. v. r.) von der Lindschulte Ingenieurgesellschaft mbH.

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